Wanderzirkus

und lost gehts mit den Venn Lamas, eine wahre Geschichte ?

Unterwegs mit den Venn Lamas

Wir stehen in einem kleinen Oval um einen alten Kastanienbaum herum. Hinter und neben uns Schmatzen und Pfeifen.

Was..nein nein..da liegen, bzw. stehen SIE falsch.

Es sind 8 Lamas und vier Alpakas die uns hier den Rücken an diesem noch frostigen Apriltag in der Nordeifel wärmen.

Mein Jüngster hatte die Idee, dank IT und dem Biologieunterricht bei seiner ach so beliebten Fräulein Hertgenschuh, sich doch mal genauer mit den Andenvölker in Latainamerika auseinander zu setzen und damit die verpatzte Klausur von vergangener Woche, einmal was aufzubessern.

Er war eifrig wie noch nie und erinnerte sich, das er vor 2 Jahren beim Nieddeckner Weihnachtsmarkt, von zwei verwegenen, Hutträgern sozusagen an die Leine genommen wurde.

Nur das am anderen Ende der Leine ein wohl 120kg schweres und schnaubendes vierfüssiges Ungeheuer hing mit dem Namen Enrico und sich beträchtlich gegen die Leinenführung wehrte.

Dies Erlebnis brachte meinen Sohn, der übrigens Malte heisst, auf die Idee, seinen Eltern zum 15. Hochzeitstage, eine Lamawanderung in der Eifel zu schenken.

So standen wir nun hier, morgens um 9:30h und warteten..worauf eigentlich ?!

Das uns eins der Lamas in den Rückrn boxte?.das ein anderes uns lustig mit einem Schwall durchgekauter Spucke begrüsste? oder auf den Kurzvortrag des Wanderführers, der uns in die durchaus wichtigen Details im Umgang mit diesen Tieren hinwies ?.

Es zog, mein Hals schwoll an und ich hustete all die unreine Luft der Kölner Grosstadt aus den vergangenen Tagen hinaus, worauf eins der Lamas, oder ein Alpaka..selbiges nachahmte was letztendlich zu grossem Gelächter bei der versammelten Wandergruppe führte.

Nachdem wir dann alle zur freundschaftlichen Bewerbung, eines für diesen Tag für uns passenden vierbeinigen Weggefährten, diesen mit Hilfe einer Schale voller Körner und Möhrenstücke für uns gewonnen hatten, sattelten wir endlich die Pferde..sorry natürlich die Lamas. Denn so erfuhren wir in eschtem iffeler Platt, das Lamas in den Anden als Pack-und Transporttiere wichtige Dienste leisteten, bevor sie zu uns nach Europa emigrierten.

Die nun vor uns stehenden, menschengrossen Tiere, mit den unverkennbaren Merkmalen eines Kamels, schienen nicht sonderlich überrascht, das sie nun von unseren ``Überlebenspaketen`` : eine Thermoskanne mit Tee, Kartoffelchips, Gummibärchen ( natürlich für die Kinder ) Schaumküsse fürs Mittag und der obligaten Butterbrotdose mit kleingeschnittenen Äpfeln, beladen wurden.

Nun gings aber los..doch weit gefehlt....

Hier geht die Geschichte dann in der Nächsten Woche weiter..und schauen Sie zwischenzeitlich ruhug mal auf die WEB-Seite : www:Venn-lamas.de

Ihr Reiseleiter J.H..

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T.2

Die Lamas, sind wie die Alpakas Kleinkamele, die in den Hochanden von den Inkavölkern schon vor über 5000 Jahren als Haus und Lastentier eingegliedert wurden. An ihrer...so ging nun ein Schwall von Inforamtionen auf uns herab, das sogar die Blätter der Linde nicht anders konnten, als behende zu rauschen und zu knistern.

Ein Lama kann, wenn es durstig ist, fast eine Badewanne voll mit Wasser leeren..natürlich nicht in einem Zuge, fressen tun die wiederkäuenden Tiere fast den ganzen Tag. Sie fressen Buschwerk, auch Rot u. Schwarzdorn, frisches Wiesengras, Heu und als Leckerlie Möhren. Besonders die, die die EG-Norm als Ausschuss deklariert, weil Länge-From und Anblick nicht den europäischen Gesamtgeschmack entspricht. ha ha..den Lamas ist das voll Möhrchen.

so..nun aber los in den Naturpark Hohes Venn, das sich beiderseits des Lamageheges befindet und zu stundenlangen Rundwanderungen einlädt.

Wir maschierten los, mein Sohn hatte stolz Enrico an der Leine, ich Inty und meine Frau Cappuchino..auch die anderen Tiere hatten schnell Ihren MenschenFührer gefunden und trotteten nacheinander los, einen holperigen Buschweg hinunter, vorbei an einer Pferdekoppel und über ein Bachbett hinweg..wie im Fluge verging die Zeit und..

Halt Stopp, da hatte wohl der Erzähler zu wenig vom morgendlichen Kaffee genossen, denn dann wäre die Geschichte ja nun fast zuende, aber dem war ja nun gar nicht so.

Kaum kamen wir nach 15 Min. Angewöhnungszeit, in die Augenschauens und Hin und Herzerrens an unsere ersten Kraftgrenzen, als uns eine Gruppe HobbyreiterInnen entgegenkam. Was tun ? der Lamafüher ausser Sichtweite, rechts und links des schmalen Weges plätschende Entwässerungsgräben, über unseren Köpfen sausende und bluthungrige Landmücken, na ja und unter uns torfiger, rutschiger Boden.

Ich also, blieb mal ganz einfach stehen, dachte ich,machte ich, bis mein Halt mit einem starken Ziehen meines Lamas quittiert wurde und ich der Länge nach.. Sie ahnen es ? nein so war es nicht, sondern ? , genau : Auf das Hinterteil eines vor mir gehenden Lamagespannes auflief, das wohl falsch meine Berühung interpretierend, einen gewaltigen Satz zur Seite machte und dabei unglücklicher Weise mit Frl. Hagedorn, einer regional bekannten Pianistin, zusammen mit Ihrem Lama in den links vor mir liegenden Graben riss. Raues Lachen, Schnauben, Poltern, Klatschen..u.s.w. ringsherum und bevor ich selber meine innere Ballance wiederfand, befand ich mich zusammen mit den zwei Kleinkamelen und Frl. Hagedorn, kullernd, liegend nach Luft schnappend, in eben dem vor mir verlaufenden Entwässerungsgraben, linkerseits.

Ächzend spürte ich das wohl 100kg Lebendgewicht des Lamas und die zarten 50kg der Pianistin auf meinem Rücken liegen, obwohl meine Schlamm umspülte Nase mir fast die Luft zum atmen nahm.

Ich ruderte mit den Armen herum und versuchte mich aufzurichten, vergebens. Auch versuchte ich den Kopf soweit als möglich in die Höhe zu recken um mir zumindest einen Überblick über die nun doch wohl recht missliche Lage, in der ich mich befand, zu klären.

Auch das gelang mir nur teilweise, da ich bei diesem Versuch den vollen Genuss Eifler Venn Entwässerung schlucken musste, prustete ich mir die eh schon durch Lehmklumpen verdunkelte Brille so sehr mit Schlamm voll, das mir sozugagen das Licht ausging und ich mich für einen Augenblick meines Schicksals ergab.

Währenddessen..

 

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T3

tja, währendessen hatte der restlich Tross von 8 Lamas und vier Alpakas den Wegeknick nach links durchschritten und war völlig aus unserem möglichen Blickwinkel entschwunden.

Pfff, na da pfiffen mein Lama, ich, Frl.Hagedorn..und die nasse Vennwiese wohl im Quartett den Hilftmirdennkeiner Marsch..doch wie Sie wissen ist das Venn auf deutscher und belgischer Seite nun nicht gerade der Kölner Ring in den Morgenstunden. Sprich..ausser uns Niemand in Sicht der uns aus der misslichen Lage tatkräftig befreien konnte.

Ich erinnerte mich eigenartiger Weise an ein altes Karl  May Buch aus vergangenen Jugendjahren : In den Kordilleren , eine Berg-Tier-Lama-Puma..u.s.w. Geschichte. Da gibt es eine Passage die mir wie ein Film durch den Kopf spielte :

::Unnütze Mühe..wer soll uns hier entdecken?!..ober kreisen schon die Kordillieren Adler und die Geier sind sicherlich auch nicht weit. Dann boten wir mit den bepackten Lastenlamas ja wohl allen Indianern ein gelungenes Ziel, um den Bleichgesichtern eins überzubraten und mit dem Erbeuteten davon zu reiten, samt der Mitnahme unserer Lastentiere. Was also sollten wir tun ?..wir durchqueren die vor uns liegende Öde in der Hoffnung an eine Ansiedlung von Weissen zu treffen, die uns freundlich gesinnt waren ::

:: aber dann hörten wir Stimmen, sahen die ersehnte Ansiedlung, das Kreisen der Raubvögel über uns und dann..krachte ein Schuss::

Ich versank in Ohnmacht, oder war es der trainierte Schutzinstinkt? egal,,in dieser ruhigen innen Kühle war es gut abzuwarten und das tat ich dann auch.

Irgendwann drang jedoch eine Stimme an mein Ohr :

Herr ollermaaan, du aufstehen..du bluten an Bein..und Frau ganz schmutzig..so du gehen nicht in Dorf..halloo..haalloo

Vorsichtig öffnette ich meine erdvertschmierten Äuglein..blinzelte in ein typisches Indiogesicht, so wie ich es aus der Broschüre gesehen hatte..ein Traum ?

Haalloo Mann, komm ich helfen..Ponny auch nicht gut,,

Nun wurde ich aber langsam wach. Wie ein Ponny ? das gibts doch eher in Deutschland als in Südamerika..also doch kein Traum oder gar ne schwere Amnesie nach Sturz ?

Ich versuchte mich nun aufzurichten, denn noch immer lag ich der Länge nach in dieser so kräftig duftenden Erde.

Langsam spürte ich wieder meine Füsse, dann die Hände und Arme. Ich stützte mich auf wie ein Hund, der Männchen machen will und es nicht richtig schafft und erneut auf allen Vieren landet, immerhin. Jaulen konnte ich bestimmt nun eben so gut wie der Berner Sennhund meines Nachbarn Herbert. Aber wer war ich? was machte ich hier? Wie war ich hier in diese missliche Lage gekommen? Meine Gedanken überschlugen sich, mein Kopf schmerzte und das Schluchzen von der deutlich sichtbaren Menschin die da vor mit herumkrabbelte, drang tief in meine Gehirnwindungen : Au..Aaaaauu

Es begann zu regenen

 

schauen Sie kommende Woche wieder rein, dann geht die Geschichte weiter

Ihr Reizeleiter

J.H.

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Die Regentropfen perlten von meinem Gesicht in den Halsauschnitt des T-shirts und suchten sich den Weg bis zu meinem versteckt existierenden Bauchnabel. Brrr, frisch hier, dache ich.

Doch da verliessen mich meine Sinne, oder war das Schnarren und Summen über mir, das einer Fotodrohne? Ich wagte kaum zu atmen. Lediglich mein Geruchssinn schien noch richtig zu funktionieren und glauben Sie mir, es stank..nein nicht mir, sondern drumherum. Wohl frisch die Gülle verteilt, statt sie kostengünstig in der Biogasanlage in Lamersdorf zu entsorgen.

Neben mir krabbelte und bewegte sich was neben meiner Handfläche, ich zuckte zurück. Hatte ich doch gehört, das es nun wegen der Klimaverschiebung auch in der Eifel wieder vermehrt giftige Kreuzottern geben solle, deren Gift üble Folgen habe. Es fühlte sich an wie ein  glitschig, kratziges Etwas, das an meinen wohl gepflegten Fingern abwechselnd lutschte und sog.

Oder war es die raue Zunge eines Eifel Wiesents, das sich auf diesem Wege über meinen salzigen Angstschweiss hinweg, mit natürlichen Mineralien versuchte zu ernähren ? 

Der Wind pfiff mir um die Ohren und irgendwie auch ins Gemüt. Ich versuchte wieder klar zu werden und das, was von meinem Verstand übrig gebleiben war, neu zu sortieren. Vergeblich!

Ausser dem Surren und Schwirren zu lauschen gelang es mir nicht, mich oder gar meine missliche Lage, wortwörtlich irgendwie zu verändern.

So ergab ich mich in mein, denn doch wohl vorbestimmtes Schicksal und entschlummerte auf eigenartige Weise, an eigenartigem Platz, der doch trotz seiner Ungewöhnlichkeit irgendwie eine kuschelige Angelegenheit wurde.

..bis dann

 

...........

mir urplötzlich die Gedanken, gepaart mit einem mächtigen Gipfelkopfschmerz, so zwischen Nasenwurzel, rechter augenbraue und oberster Stirnfalte, wie ein Blitzschlag ins dahinter liegende Grosshirn platzte : AAUU  ..und noch mal AAUU..verleiss ein gellender Schrei meine blutig, tropfende Kehle, die gespeisst aus der durchbissenen Zunge, nach einer Mischung von Blutwurst mit Heidegrass schmeckte.

Nun wollte ich denn doch, trotz des tief in mit sitzenden Schmerze wissen, was denn da nun vor und während meines Sturzes so alles geschehen war.

Sie wollen es wissen ?

Wirklich ?

Bestimmt ?

Hier gehts weiter :

nun war es, wie sooft im Venn, wettertechnich was wechselhaft, bzw. rau. Der Berliner würde sagen : wat denne , von dat nass werden kannse nur wachxen, verstehsde ?

Na dann, wachsen wollte ich eigentlich nicht, doch zurück zum Geschehen, also sozusagen dem Grunde meines` Abtauchens`.

Just nach dem Überschreiten des Vennbachs, nach der erstern Linkskurve, kam uns wohl der Bauer Willi mit seinem MD-HotWeel-Fourdrive-Exeption One-entgegengebraust, da er nach Bonn zur Demo wollte. Bauern gegen die neuen Auflagen des BGM, weniger Schadstoffe in den Boden zu kippen. Denn daran hatte er bisher gut verdient, die belgischen und holländischen Nachbarn verklappten so etliche Hektoliter olle Schweinemastgülle auf senen 500ha Feldern und brachten Ihm einen erkläcklichen Nebenverdienst ein ( Mann gönnt sich ja sonst kaum was...)

Nun ja, als er so da mit gut 50-zig Sachen um die Ecke donnerte, erschrak er so dermassen, das er seine Joystick gesteuerte Maschine aus den Händen verlor und die komplette Karre in den Entwässerungsgraben rausche, auf die Seite fiel, die Notausstiegstür sich öffnete und Bauer Willi, von Eifeler Lenbensangst getrieben, in einem Satz absprang und.... na das wissen sie ja bereits, auf mir landete, der ich gerade zuvor des Lamas wegen, das Geleichgewicht verloren hatte. Das war es also, diese Last, die mir fast die Luft zum atmen nahm..Bauer Willi war es.

Würde sich das für mich zu einem Alptraum auswachsen ?..Sie werden es lesen können, demnächst., an dieser Stelle !

Gute Zeit Ihnen und halten Sie durch in dieser hektischen Adventszeit !

 

Oder haben Sie eine Idee, wie es weiter gehen kann ? dann schreiben Sie ihre Idee, ich werde sie in prosaische Form bringen und Ihnen das kommende Kapitel widmen.

Bitte über die Kontaktseite versenden, es winkt ihnen eine kleine Belohnung aus der Eifel..

viel Spass.

Ihr Reiseleiter J.H.

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